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Akademisches Lehrkrankenhaus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

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Donnerstag, 07. Februar 2019 - Pressemitteilung

Hilfe zur Selbsthilfe – so geht’s!


Foto SHG: v.l.n.r. Dr. Christos Zigouris, Dr. Christiane Meigen, Dr. Mario Antunes, Dr. Ulrike Ambrosius und Hendrik Weinz

Idar-Oberstein. Dr. Mario Antunes, Chirurg in Beira, Mosambik, war im vergangenen Sommer zwei Monate zu Gast in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimal-invasive Chirurgie des Klinikums Idar-Oberstein. Mosambik, eine ehemalige portugiesische Kolonie, ist eines der ärmsten Länder der Welt und liegt im südöstlichen Teil Afrikas am indischen Ozean. Es gibt nur wenige Ärzte in diesem Land und die Möglichkeiten der Ausbildung sind sehr begrenzt. Im Jahr 2007, als sich Dr. Antunes nach Abschluss seines Studiums als Arzt registrierte, war er die Nummer 350 bei derzeit ca. 27 Millionen Einwohnern.

Die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimal-invasive Chirurgie unter der Leitung von Dr. med. Christos Zigouris hat ein besonders modernes Leistungsspektrum: Sie ist Ausbildungszentrum
für minimal-invasive Chirurgie und hier insbesondere der Hernien-Chirurgie. Gerade dieser Schwerpunkt erweckte Dr. Antunes Interesse. Den Kontakt zum Klinikum Idar-Obersteiner stellte
Dr. med. Christiane Meigen, Gynäkologin und ehemalige langjährige Mitarbeiterin im Klinikum, her. Seit vielen Jahren engagiert sie sich in der Ultraschallausbildung an der medizinischen
Fakultät (UCM) sowie am Zentralkrankenhaus Beira, wo Dr. Antunes 2006 einer ihrer ersten Studenten im Kurs war.

Dank vieler helfender Hände konnte Dr. Antunes seine Hospitation antreten: das CIA (Center for International Health), die LMU München (in Zusammenarbeit mit Prof. Florian Heinen), der DAAD (Deutsch Akademischer Austauschdienst), die Deutsch-Mosambikanische Gesellschaft mit Ihrem
Honorargeneralkonsul Sigfried Lingel (DMG) und nicht zuletzt die großzügige Bereitstellung der Unterkunft durch das Klinikum Idar-Oberstein.

Die Realität des Alltags in Afrika ist natürlich sehr verschieden von dem hier in Deutschland. Auf die Frage nach seinen ersten Eindrücken im Klinikum antwortete Dr. Antunes: „Noch nie bin ich so
freundlich in einem Team aufgenommen worden und ganz besonders beeindruckt mich die gute und kollegiale Zusammenarbeit in dieser Abteilung. Es ist eine ganz neue Erfahrung, wie gut eine
Ausbildung und der Wissenstransfer erfolgen kann. Die erste Operation, der ich zusehen durfte, war wie ein Film aus dem Lehrbuch. Diese Art der Ausbildung würde ich mir auch für meine Kollegen in Mosambik wünschen.“ Dr. Zigouris, sehr angetan von dem engagierten und interessierten
Kollegen, kann sich auch für die Zukunft eine Zusammenarbeit vorstellen. Hendrik Weinz, Verwaltungsdirektor des Klinikums, hat ebenso seine Unterstützung zugesagt. Dr. Meigen und Dr. Ulrike Ambrosius werden hierfür weiterhin die Koordinatorinnen sein.

In der Entwicklungshilfe sollte der Wissenstransfer an erster Stelle stehen, doch ohne materielle Unterstützung wird es schwierig sein, diese Operationsmethode in Beira einzuführen.
Dank großzügiger Sachspenden seitens des Gesundheitszentrums Glantal in Meisenheim und des Klinikums Idar-Oberstein war es jetzt möglich, einen Container mit medizinischen Geräten und Krankenhausbetten nach Beira zu verschiffen. Ein großes Dankeschön gilt insbesondere Michael Hausmann, Leiter Einkauf und Materialwirtschaft, und seinem Team aus dem Klinikum Idar-Oberstein sowie Volker Heinemann, Technischer Leiter, und seinem Team aus dem Gesundheitszentrum Glantal in Meisenheim.

Das Projekt zu realisieren bedeutete für die Beteiligten viel Arbeit und die Organisation vieler helfender Hände – und vieler Kosten. Daher ist jede finanzielle Hilfe willkommen. Wer das Projekt
unterstützen möchte kann auf folgendes Konto spenden:

Spendenkonto Förderverein Kinderklinik Beira e.V.
Deutsche Apotheker- und Ärztebank
IBAN: DE 35 3006 0601 0004 6975 29
BIC DAAEDEDDXXX
Kennwort: Materialtransport nach Beira

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