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Donnerstag, 31. August 2017 - Pressemitteilung

Weg mit dem Rückenschmerz

Schmerztag im Klinikum Idar-Oberstein

Idar-Oberstein. Am Mittwoch, 13. September 2017, informiert die Klinik für Neurochirurgie des Klinikums Idar-Oberstein Patienten und Interessierte im Rahmen eines Schmerztags über neurochirurgische Behandlungsmethoden für Menschen mit Rückenschmerzen. Die Veranstaltung findet von 17.30 Uhr bis ca. 19.00 Uhr im Hörsaal des Klinikums, 2. UG, statt. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Nach der Begrüßung durch den Chefarzt, Priv.-Doz. Dr. Jochen Tüttenberg, geht es in seinem ersten Vortrag um die Ursachen von Rückenschmerzen. Danach referiert der Leitende Oberarzt der Klinik, Helmut Oed, über konservative und operative Therapien von Rückenschmerzen. Um das Thema „Wenn der Schmerz chronisch wird“ geht es im abschließenden Vortrag von Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Tüttenberg. Insbesondere wird hierbei das Verfahren der hochfrequenten Rückenmarkstimulation (HF 10-Therapie) vorgestellt. Im Anschluss stehen die Referenten für Fragen und zur Diskussion zur Verfügung.

Rückenschmerzen können in Deutschland als Volksleiden bezeichnet werden. Millionen Menschen leiden daran. Die Ursachen sind vielfältig und meistens harmlos. Doch nicht jeder wird sie wieder los. Wenn dann mechanische Ursachen vorliegen, können diese oft mit einer Operation erfolgreich beseitigt werden. Werden die Schmerzen aber trotzdem chronisch, beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen immens und sind konservative Therapien ausgeschöpft oder haben auf Dauer keinen Erfolg gebracht, kann bei chronischen Schmerzen, insbesondere bei chronisch-neuropathischen Schmerzen, oft nur eine weitere Operation helfen.

Genau hier setzt das von Fachleuten als „hochfrequente Rückenmarkstimulation“ bezeichnete Therapieverfahren an, bei dem es sich um eine moderne Weiterentwicklung der bisherigen Rückmarkstimulation mit niederfrequenten Impulsen handelt. Es besteht aus mehreren Komponenten: Spezielle Elektroden, die rückenmarksnah platziert werden um dort ihre schmerzstillenden Impulse mit etwa 10.000 Hertz abzugeben, einem implantierbaren Pulsgenerator, einer Fernbedienung und einem Ladegerät. Damit kann der Schmerz wirksamer gelindert oder im besten Fall sogar schlicht und einfach abgeschaltet werden. Insbesondere wirkt es parästhesiefrei, d.h. es ersetzt den Schmerz nicht durch ein Kribbeln wie beim herkömmlichen Verfahren. Auf dieses Verfahren sprechen nicht nur mehr Patienten an, sondern es profitieren mehr von ihnen auch dauerhaft. Priv.-Doz. Dr. Tüttenberg: „Unsere eigene vielfältig positive Erfahrung mit der Methode wird nun auch durch große Studien gestützt, die einen dauerhaften positiven Effekt auf die Schmerzsituation der mit dieser Methode operierten Patienten beweisen.“

Viele Indikationen – eine Therapie

Basierend auf Studienergebnissen und der klinischen Erfahrung in 15 Ländern sprechen Patienten auf eine Behandlung mit der FH 10-Therapie an, die an neuropatischen Schmerzsyndromen des Rumpfes sowie der oberen und unteren Extremitäten leiden. Darunter fallen Krankheitsbilder wie beispielsweise chronische Rücken- und/oder Beinschmerzen, chronische Schmerzbilder nach wirbelsäulenchirurgischen Eingriffen, chronische Nervenwurzel-Reizungen, degenerative Veränderungen an Bandscheiben und Wirbelkörpers und nicht zuletzt, kann die HF 10-Therapie bei Patienten zu einer Schmerzlinderung führen, die nicht auf eine herkömmliche, niederfrequente Behandlung angesprochen haben.

Die Behandlung mit der HF 10-Therapie wird bundesweit an etwa 50 Orten durchgeführt. Einer davon ist die Klinik für Neurochirurgie am Klinikum Idar-Oberstein.

Das Team um Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Tüttenberg freut sich auf eine interessante Veranstaltung und einen regen Austausch mit Patienten und Interessierten.


Kontakt und weitere Informationen:
Klinik für Neurochirurgie
Tel.: +49(0)6781/66-1460
Fax: +49(0)6781/66-1467
E-Mail: neurochirurgie(at)io.shg-klinien.de


V.i.S.d.P.:

Hendrik Weinz
Verwaltungsdirektor


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